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Gesine Schwan an der Hochschule Harz

auch wenns schon fast zu spät ist stell ich den Artikel endlich online:

Am letzten Donnerstag war die Bundespräsidentinnen-Kandidatin und ehemalige Präsidentin der Viadrina Frankfurt(Oder) zu Besuch bei uns an der Hochschule, Fachbereich Verwaltungswissenschaften. Eingeladen hatte der örtlichen SPD-Bundestagsabgeordnete (Andreas Steppuhn), der den Nachmittag auch als kleine Wahlkampfveranstaltung nutze.

Thema ihres Referates und der anschließenden Diskussionsrunde war das Thema „Bildung als zentrale Zukunftsaufgabe“.

Nach eine kurzen Begrüßung durch den Rektor Willingmann setzte Frau Schwan zu einem sehr wissenschaftlichen Referat an. Mit einer halben Stunde durchaus nicht lang, aber durch das Ablesen eines ausformulierten Textes dennoch nur schwer über die ganze Länge zu verfolgen. Man merkte sehr genau wann sie, meist um einen sehr fachlichen Ausdruck nachvollziehbar zu erklären oder um eine Aussage mit einem Beispiel zu untermauern, vom Text abwich/ergänzte und frei formulierte. In diesen Momenten konnte man fast den „aha-Effekt“ im Publikum spüren, das nicht nur aus Studenten, sondern auch aus einer Reihe älterer Mitbürger, Schüler und Dozenten bestand.

Eine freier formulierte Rede hätte das Zuhören enorm erleichtert, denn einen eher Wissenschaftlichen Text ließt man anders als man ein Referat hört.

Aber zum Inhalt der Diskussion und des Referates. Gesine Schwan beschränkte sich, was sicher auch dem Ort und ihrer bisherigen Karriere geschuldet ist, auf das Thema Hochschulbildung. Zu durchaus kritischen Äußerungen zum Bachelor/Master System oder auch der wenig offenen Einstellung von Rektoren und Dozenten gegenüber Neuem forderte sie den Begriff Wissen und Bildung umfassender zu betrachten. So ist Wissen und das „Lebenslange Lernen“ nicht die Anreihung von Fakten, sondern das Verarbeiten von Wissen. So würde auch die Aussage, dass ein Wissensstand nur eine bestimmte Halbwertszeit hätte, nicht zutreffen, wenn es immer wieder neu „verarbeitet“ würde. Nur wenn Wissen in neuen Zusammenhängen betrachtet würde ist es nützlich. Zudem betonte sie Wissenschaften müssen sich bei ihren Betrachtungen auch Nachbardisziplinen öffnen. Es gäbe keine reine BWL bzw. dies wäre eine Verkürzung der Realität, sondern um erfolgreich zu sein müssten auch soziale, kulturelle Entwicklungen und Betrachtungen verarbeitet werden. Ein Ansatz den das Studium der Verwaltungswissenschaften an der Hochschule schon verfolgt – eine Mischung aus Rechts-, Poltik-, Sozialwissenschaften sowie Sprachen, wie es auch eine Hochschulvertreter nach dem Referat schnell feststellte. Ich bin beruhigt.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand dann die Aufforderung sich einzumischen, an Hochschulleben und (z.B. politischem) Umfeld zu beteiligen.

Etwas negativ fiel am Tag nach der Diskussion eine Mail einer politisch engagierten Studentin (die zur Zeit zufällig ein Praktikum bei oben genannten Bundestagsabgeordneten macht) an alle Studenten der HS-Harz auf, sich doch jetzt, wie von Frau Schwan gefordert, zu beteiligen. Ganz konkret: doch jetzt die Chance nutzen und sich über die SPD/JUSOS zu informieren und am besten beizutreten.

Weitere Informationen zum Thema:

Bericht der Hochschule Harz

Internetauftritt von Gesine Schwan

Seite von MdB Steppuhn

1 Kommentar so far
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auch so ein Bild? Alle Infos auf http://site.gravatar.com

Und konntet ihr spannende Fragen stellen bzw. konnte sie genauso spannend darauf antworten und reagieren? Ich meine dennoch das Köhler verlängern sollte, Deutschland brauch nich noch ne Frau an der Macht ;)



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